In der Klasse 12 der gymnasialen Oberstufe haben die Schülerinnen und Schüler die Möglichkeit, sich im Rahmen ihrer sechswöchigen Facharbeit intensiver mit einem Spezialgebiet eines ihrer drei Leistungsfächer auseinanderzusetzen. Das Leistungsfach Bildende Kunst bietet dabei im Gegensatz zu den übrigen Fächern einzigartige Möglichkeiten, sich handlungs- und produktorientiert auszudrücken. Carmen Peter vom Johann-Wolfgang-Goethe-Gymnasium wagte diesen Schritt mit ihrer Rauminstallation „Die Essenz des Morgens in einer Licht-Raum-Beziehung“. Ihre Kunstlehrerin Frau Hasslinger thematisierte in ihrer Eröffnungsrede die These von Joseph Beus, dass „jeder Mensch ein Künstler“ sei, und unterstrich insbesondere die Bedeutung des Unterrichtsfaches Bildende Kunst im Rahmen des Bildungs- und Erziehungsauftrages der Institution Schule und bedauerte die Nichtbeachtung und Unterbewertung des Faches. Nach einer kurzen Einführung in ihr Werk durch die Schülerin konnten die Gäste mit allen Sinnen den Morgen erleben: Aus dem Dunkel der Nacht dem warmen Rot der Morgensonne entgegengehen, den morgendlichen Vogelstimmen lauschen, die kühle Morgenluft auf der Haut spüren oder den frischen blumigen Duft des Morgens einatmen. Mit ihrer überzeugenden Rauminstallation stieß Carmen Peter die Tür zur modernen Kunst am GGG weit auf und zeigte, dass der Kunstbegriff weit über Malerei und Graphik sowie Plastik hinausgeht.






