
Südenglandexkursion 2011 der bilingualen SchülerInnen der Klassen 9 und 10
Müde, aber voller Vorfreude bei der Abfahrt morgens um 5°°h am Busbahnhof Germersheim :
Nach einer rauen Überfahrt mit der Fähre, erspähten wir endlich
– aus dem Nebel auftauchend - die Küste von Dover.
An unserem ersten Etappenziel, der Jugendherberge Alfriston, angelangt, waren wir erstaunt über das leckere englische Büffet. Der typische „Schülerteller“ unterschied sich jedoch um einiges von denen der Lehrer. Auch das Frühstück ließ nichts zu wünschen übrig – full English breakfast – wie aus dem Lehrbuch.
Bei einer 3-stündigen Wanderung an der herrlichen Küste von Beachy Head lockerten wir die vom Bus fahren verkrampfte Muskulatur und füllten die Lungen mit frischer Meeresluft.
Von der wunderschön gelegenen Jugendherberge in Salisbury aus starteten wir unsere Stadterkundung und lauschten dem Expertenreferat zur berühmten Kathedrale.
Trotz aller Bemühungen konnten die beiden Referenten die Großartigkeit von Stonehenge nicht toppen.
In Bath überließen wir es zwei exzellenten englischen Stadtführern uns über die abwechslungsreiche Stadtgeschichte ins Bild zu setzen.
Am südlichsten Zipfel Cornwalls, in Penzance, schlenderten wir durch tropischen Regenwald. Die Gewächshäuser des EDEN PROJECTs sind so gigantisch, dass man Reparaturarbeiten an der Glashülle nur mit einem eigens gebauten Ballon durchführen kann.

Auf der Rückfahrt zu unserer Unterkunft konnten wir bei stürmisch kaltem Wind noch
einen Blick auf St- Michael’s Mount werfen.
Die romantisch-raue Küste Cornwalls hat einiges zu bieten. Versteckt und geschützt in den Felsklippen, liegt das einzigartige MINACK Theatre. Die Aufführung von „Fantastic Mr. Fox“ empfanden viele als ein absolutes Highlight.
Zum Abschluss unserer Reise gab es für alle noch ein ausgiebiges „Shopping Event“. Die hübschen Gassen von Canterbury boten alles, was das Herz begehrte.

Ein letztes Gruppenfoto.- bevor wir mit einem Kopf und Herz voller neuer Eindrücke der Insel den Rücken kehrten und die Fähre zum „Kontinent“ bestiegen.
An dieser Stelle noch mal ein herzliches Dankeschön an alle Schüler/innen , die durch ihr tadelloses Verhalten dazu beigetragen haben, dass diese Exkursion hoffentlich ein fester Bestandteil unseres Bilingualunterrichts am GGG werden wird.
K. Wagner-Dörr
Tagesberichte
Montag, 13.06.2011
Nach langem Warten ging es am Montag, den 13. Juni 2011, endlich los. Die 34 Schüler und Schülerinnen sowie die drei Lehrer waren hellauf begeistert, obwohl sich dies noch nicht so ganz an ihren Gesichtern ablesen lies, als wir uns um 04.30 Uhr am Busbahnhof ihn Germersheim trafen. Wir füllten die Zeit im Bus mit den sinnlosesten Dingen, wie zum Beispiel dem Versuch von Christian und Pascal, sich gegenseitig Wasser aus Flaschen in den Mund zu spritzen, was aber nur in nassen T-Shirts endete. Nachdem der Bus vier Länder durchquert hatte, ging es um 15.00 Uhr dann in Frankreich auf die Fähre Richtung England. An Deck hatten wir eine Menge Spaß mit dem doch recht starken Wind und den dabei entstehenden Fotos. Nachdem wir nun durch Ansgar gelernt hatten, dass man sich in diesen Wind nicht ohne T-Shirt stellen sollte, gingen wir zurück in den Bus. Als wir nach einigen weiteren Stunden Busfahrt endlich die Jugendherberge erreicht hatten, die Zimmer aufgeteilt waren und wir uns etwas gestärkt hatten, besichtigten wir kurz die Stadt Alfriston. Zurück an der Herberge fielen uns dann auch schon sehr schnell die Augen zu.
Olivia Al-Slaiman
Dienstag: 14.06.2011
Nach einem reichhaltigen, typischen English Breakfast machten wir uns auf den Weg nach Birling Gap. Dort ließen wir uns direkt am Wasser stehend zuerst noch den Wind um die Ohren blasen, um dann unsere Wanderung nach Beachy Head zu beginnen. Obwohl der Weg vom Startpunkt nicht allzu anstrengend aussah, kamen wir schon ins Schwitzen und Schnaufen, da die Hügel letztendlich doch etwas steiler waren als gedacht. Wir hatten, wie während unseres ganzen Aufenthaltes, erstaunlich gutes Wetter mit viel Sonnenschein, sodass zwischendrin -und meist auf Wunsch der Schüler- auch Rast gemacht und viele lustige Fotos geschossen werden konnten. Insgesamt hat uns die raue, aber wunderschöne Landschaft der Küste Südenglands sehr beeindruckt und ich für meinen Teil werde sie sicherlich nicht so schnell vergessen.
Weiter ging es mit einer etwa dreistündigen Fahrt im Bus, die dank der Methode unseres Busfahrers, am Ende einer Rast jeden „Zuspätkommer“ ein Lied mehr oder weniger seiner Wahl singen zu lassen, recht unterhaltsam wurde (obwohl sich in den darauf folgenden Tagen noch herausstellen sollte, dass bei gewissen begleitenden Lehrpersonen manchmal eine sehr großzügige Ausnahme gemacht wird. Was mich daran erinnert, dass da immer noch die Performance eines Songs aussteht, dessen Titel bzw. Text eine erstaunliche Ähnlichkeit mit besagtem Lehrkörper aufweist …).
Am Ziel angekommen, wurden wir mittels eines Referates zur Salisbury Cathedral, deren offizieller Name ‚The Cathedral Church of St.Mary‘ ist und deren Grundsteine 1220 von den Bischof Richard Poore gelegt wurden, über selbige informiert. Gerade, als die Ankündigung gemacht wurde, man dürfe noch etwas in die Stadt shoppen- oder anderen menschlichen Grundbedürfnissen nach gehen, zog der Himmel zu und das Unvermeidliche nahm seinen Lauf: Es begann zu regnen. Doch das tat dem Postkartenkaufen, Bücherkaufen, Kleiderkaufen, Schuhekaufen – kurzum, dem Kaufen generell, keinen Abbruch. So kamen alle glücklich beladen mit zig Tüten in das Zuhause für die kommende Nacht an und gingen natürlich alle pünktlich zur Nachtruhe in die Betten (in ihre eigenen, versteht sich). Wahrscheinlich hat wohl nur ein Zimmer etwas später erst die Lichter ausgeschaltet und deshalb ein bisschen vergessen, abzusprechen, wer denn nun wirklich den Wecker stelle, schließlich sollten die vier Bewohnerinnen am nächsten Morgen eine Viertelstunde vor Abfahrt aus Salisbury aufwachen -und lebensnotwendige Dinge wie Glätteisen waren zu diesem Zeitpunkt noch weit davon entfernt, an einem halbwegs identifizierbaren Ort wie unter Kleiderhaufen in jenem Zimmer aufgefunden zu werden J …
Sophie Schäffer
Mittwoch, 15.06.2011 (Version 1)
Mit einer kleinen Verzögerung saßen am dritten Tag unserer Englandreise alle mehr oder weniger ausgeschlafen im Bus, voller Vorfreude und Erwartungen an den ersten Programmpunkt des Tages: Stonehenge. Von Salisbury fuhren wir etwa 13 km nach Norden, um dann bei typisch britischem trüb bewölkten Himmel an dem Bauwerk aus der Jungsteinzeit anzukommen. Wie schon befürchtet, standen dort – Steine. Manch einer war doch recht enttäuscht von dem nüchternen Anblick, den die Steinkreise boten, waren diese auch noch neben zwei rege befahrenen Autobahnen, umgeben von einem Zaun und den sich darum tummelnden Menschenmengen. So merkte man Stonehenge das Mystische überhaupt nicht an, obwohl sich die zwei Referenten viel Mühe gaben, der Gruppe bei tosendem Wind Sachinformationen und die sich um eben jenes Werk rankenden Sagen näher zu bringen. So war ein wohlbekanntes Touristenziel mehr abgeklappert worden.
Nach einer etwa einstündigen Busfahrt erreichten wir Bath, eine Stadt in der Grafschaft Somerset am Fluss Avon (man beachte die korrekte Aussprache). Nach alter Manier wurden dort Männlein und Weiblein getrennt von zwei „guides“ durch Bath geführt, unter anderem vorbei am Royal Crescent und dem Recreation Ground, dem Stadion des erfolgreichen Erstligisten Bath Rugby. Obwohl die Häuser zwar allesamt schön, aber doch recht alt waren und einen etwas schäbigen Eindruck hinterließen, berichtete uns der „guide“ von horrenden Mietpreisen, von denen sich einst auch Nicolas Cage nicht abschrecken ließ.
Am Ende des Tages checkten wir müde und ziemlich erschöpft von den vielen neuen Eindrücken und der langen Fahrt im YMCA Youth Hostel in Penzance ein. Doch auch dann wollten unsere LehrerInnen Frau Wagner-Dörr, Frau Röll und Herr Schlachter uns die Nachtruhe noch nicht gönnen: Nein, wir liefen runter zur Promenade an den Kieselstrand. Dort wurde die Schlappheit einiger wohl mit den Wellen fortgespült, denn der Großteil kraxelte schließlich auf den Felsen, die bei Ebbe gut zu erreichen sind, und konnte sich letztendlich nur schwer von diesen lösen.
So rasch war nun auch der dritte Tag vergangen, viel zu schnell für alle. Doch gerade wegen des voll gestopften Programms blieb keine Zeit für Wehmut oder gar Heimweh, und macht das nicht eine richtig gute Reise aus? Ich bin sicher, 37 Stimmen laut „Ja!“ brüllen zu hören!
Sophie Schäffer
Mittwoch, 15.06.2011 (Version 2)
Von Salisbury, über Bath, nach Penzance, so sah der Mittwoch unseres Aufenthaltes in England aus.
Die Besichtigung des Stonehenge (die berühmten und äußerst mysteriösen „hängenden Steine“, wie uns Pascal Rieder und Christian Kern in ihrem Referat vor Ort erläuterten) stand auf dem Tagesprogramm an erster Stelle. Nachdem die Gruppe kurz in jene keltische Mystik eingetaucht war und das prähistorische Bauwerk auf vielen Fotos verewigt wurde, ging die Fahrt auch schon weiter.
Das nächste Ziel war die römisch geprägte Stadt Bath. Als unser Stadtführer schließlich eintraf, wurde unsere 34-köpfige Gruppe aufgeteilt und dann ging es auch schon los. Von römischen Bädern und Assembly Rooms über Richard „Beau“ Nash und John Wood bis hin zu Boule Tournaments – zwei gelungene Stunden Führung.
Nachdem auch dieser Programmpunkt beendet war, fuhr unsere „bili-Gruppe“ im grünen Bus zur Endstation nach Penzance ins YMCA. Nachdem der entsprechende Hit von Village People mehrmals gesungen wurde und selbst unser Geschichtslehrer Herr Schlachter erschöpft während einer SpiegelTV-DVD einschlief, kamen wir endlich an der Jugendherberge an. Nun wurden Koffer ausgeladen, die Zimmer besetzt und gegessen, um anschließend wieder gestärkt und munter den Strand zu besichtigen. Bis Anbruch der Dunkelheit wurde die restliche Energie genutzt, um die dortigen Felsen zu besteigen und noch einmal alles fotografisch festzuhalten.
Alles in einem, ein durchaus gelungener und ereignisreicher Tag! J
Angela Hess
Donnerstag, 16.06.2011
Es ist 7:00 Uhr, wie jeder Tag unseres bisherigen Englandaufenthaltes begann auch dieser Tag mit einer erfrischenden Dusche für alle.
Putzmunter machten wir uns nun auf den Weg zum Frühstück, um uns für den bevorstehenden Ausflug zu stärken.
Besagter Ausflug sollte uns in die Stadt Bodelva zum Eden Project führen – Ein sich unter Glaskuppeln befindender wunderschöner botanischer Garten voller Pflanzen des Regenwaldes und der mediterranen Klimazone. Doch selbst von den schweißtreibenden Temperaturen und der Windstille, durch die man die Hitze noch stärker zu spüren bekam, ließen wir uns nicht entmutigen und wagten sogar den Aufstieg auf eine Aussichtsplattform in 50 Metern Höhe. Der Besuch dieser Plattform wurde uns zwar vorerst aufgrund unseres Alters verweigert, doch dank des selbstlosen Einsatzes von Herrn Christof Schlachter, welcher mit uns besagte Plattform erklomm, konnten wir schlussendlich doch noch den Höhenrausch erleben.
Mit einer schmackhaften Mahlzeit im Magen und schönen Bildern im Kopf und auf Torbens Kamera nahm der Besuch im Eden Project nach 3 Stunden sein Ende.
Doch noch nicht genug, stand uns nun auch noch eine Vorstellung im Minack Theatre – einem Freilichttheater direkt in die Klippen gemeißelt – bevor.
In dem 2-stündigen Schauspiel, genannt Fantastic Mr. Fox, ging es wie der Titel schon sagt um eine Fuchs, genauer gesagt, um eine komplette Fuchsfamilie die geschickt den täglichen Kampf ums Überleben bestreitet.
Sie meistern schwierige Aufgaben wie die Nahrungsbeschaffung oder den Bau eines Versorgungstunnels.
Das Stück endet mit einem riesigen Besäufnis, Jung und Alt trinken Cider und singen dazu ein einladendes Trinklied, das schnell vom ganzen Publikum und auch von uns aufgenommen wurde.
Mit der Ankunft in der Jugendherberge in Penzance endet nun wieder ein grandioser Tag unserer Südenglandexkursion. Wir sind der Heimreise nun wieder einen Tag näher gekommen, DIE ZEIT VERGEHT HIER WIE IM FLUG
Sarah Danner
Freitag, 17.06.2011
Den 5. Tag der Exkursion nach Südengland bestimmte die Busreise von Penzance, der Südwestspitze Englands, nach Canterbury, das im Südosten liegt. Nach einem guten Frühstück in der Jugendherberge machten wir uns um neun Uhr auf die Reise. Die knapp 600 km lange Fahrt wurde jedoch effizient genutzt: Zur Unterhaltung und Information wurden im Bus sieben Referate gehalten:
Toribio und Eduard hielten ein Referat über das südenglische Wetter und entzauberten unser Klischee vom schlechten Wetter in England. Jana und Isabelle gaben uns eine Einführung in die Artussage.
Am Straßenrand sahen wir viele Wiesen, die von Schafen gesäumt wurden. Kein Zufall also, dass Céline und Bella in ihrem auf Englisch gehaltenem Referat über die britische Wirtschaft erwähnten, dass Großbritannien die größte Schafzuchtindustrie Europas beherbergt.
Außerdem informierten Cora und Eileen uns über die englische Architektur. „Eating out“ war der Titel von Ansgars Referat. Daraufhin hielt Sebastian einen Vortrag über das englische „Pub“. Zu guter Letzt lernten wir von Maximilian einiges über den Stellenwert des Alkohols in der englischen Kultur. Bemerkenswert dabei ist, dass seit 1993 die Abgabe von Alkohol an Personen unter 18 Jahren auf „der Insel“ verboten ist. Aus diesem Grund gelang es uns trotz allerlei Bemühungen und Überredungskunst unserer LehrerInnen leider nicht, einen Pub wenigstens einmal von innen bei einem „soft drink“ zu sehen.
Um sieben Uhr abends kamen wir nach gut zehn Stunden Fahrt in Canterbury an.
Simon Bolz
Samstag, 18.06.2011
Der letzte Tag begann mit dem allseits gehassten Kofferpacken, das jedoch schon fast selbstverständlich geworden war. Dann ging es in die Canterbury Cathedral, wo Tugce, Anna und Sonja Referate hielten. Danach stand das Canterbury Tales Museum auf dem Plan, in dem uns die verschiedenen Geschichten der Pilger hörspielartig durch Audioguides nahe gebracht wurden, während die Räume die jeweiligen Schauplätze nachstellten. Zuletzt hatten wir noch ca. 4 Stunden Zeit zur freien Verfügung, die Cora, Sarah und ich sowie die meisten anderen mit einer ausgiebigen Shoppingtour füllten. Dann war es so weit. Nachdem endlich alle zurückgefunden hatten und in den Bus gestiegen waren, war das Ende unserer Reise fast schon gekommen. Die Rückfahrt auf der Fähre verbrachten wir mit unseren drei Lieblingsbeschäftigungen der Englandfahrt: Essen, dem so genannten ‘Expression Dance‘ und dem Werwolf-Spiel. Während der weiteren Busfahrt vertrieben wir uns die Zeit mit (mehr oder weniger gruseligen) Gruselgeschichten, dem Anmalen von schlafenden Mitfahrenden oder auch einfach nur mit Gesprächen. Als wir um 05.00 Uhr endlich Germersheim erreichten, waren wir alle mit dem ‘Swag‘ der Reise gefüllt und wir waren uns alle einig, dass die Woche unglaublich viel Spaß gemacht hatte, denn wir hatten nicht nur einiges von England gesehen, sondern uns auch untereinander viel besser kennen gelernt.
Olivia Al-Slaiman